250.000 US-Dollar für ein komplett anderes Auto?
Tesla-Käufer kann seine Roadster-Bestellung nicht mehr stornieren

Die spektakuläre Vorstellung des neuen Tesla Roadster sorgte weltweit für Aufsehen. Allerdings war nicht jeder von dem Auto begeistert. Ein Käufer aus den USA wollte sogar seine Vorbestellung von 2017 stornieren, doch Tesla lässt ihn nicht. Was macht der Käufer nun?
Bild: AUTO BILD-Montage/Tesla/instagram.com/@shacknewsmedia
Er kann fliegen und soll unter einer Sekunde aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen. Kurz: Der neue Tesla Roadster ist kein gewöhnliches Auto. Für manche wohl zu außergewöhnlich, denn ein Kunde aus den USA bereut nun die Vorbestellung, die er schon 2017 getätigt hat. Einfach stornieren kann er den kostspieligen Vorgang aber auch nicht.
Asif Khan, Geschäftsführer des US-amerikanischen Digitalmediums "Shacknews", beschwert sich in einem Video auf Instagram über den Bestellvorgang zum Tesla Roadster. Khan hatte das Auto bereits 2017 vorbestellt. Damals sah der Roadster allerdings noch ganz anders aus als das nun vorgestellte Modell. Doch nicht nur das stört den Käufer aus dem Video.

Als Asif Khan den Tesla Roadster 2017 bestellte, sah das Konzeptauto (Bild) noch deutlich runder aus als das jetzt gezeigte Modell.
Bild: Tesla
Asif Khan wollte mit dem Fahrzeug problemlos im Alltag unterwegs sein. Nun befürchtet er, dass das mit dem neuen Roadster nicht möglich sei. Zwar findet er die enorme Beschleunigung "spaßig", und auch das andere Design stört ihn nicht – trotzdem bekommt er ein anderes Auto als das, das er ursprünglich bestellt hatte.
Stornierung nach rund neun Jahren nicht mehr möglich
250.000 Dollar zahlte Khan bereits 2017 für den Tesla. Zum damaligen Zeitpunkt entsprach diese Summe rund 222.000 Euro. Eigentlich wollte er dieses Geld jetzt vom Hersteller zurückfordern und die Bestellung stornieren. Doch Tesla lehnte ab.
Daher muss der Medienschaffende wohl oder übel den Roadster entgegennehmen. Darauf muss er trotzdem noch mindestens ein weiteres Jahr warten, denn der Sportwagen soll erst ab 2028 an die ersten Käufer ausgeliefert werden.
Trotz jahrelangen Wartens bekommt der Käufer wohl nicht das Topmodell
Zu Khans Misere kommt hinzu, dass er für die vorab gezahlten 250.000 US-Dollar jetzt wohl nur die "Basisvariante" des Roadsters bekommt. Zwar soll selbst das Einstiegsmodell laut Teslas Entwicklungs-Chef Lars Moravy bereits rund 1340 PS und ein Drehmoment von über 1400 Nm liefern. Den Flugmodus oder die angepeilte Höchstgeschwindigkeit von über 370 km/h soll diese Variante aber nicht bieten.

Der Tesla Roadster soll 2028 an die ersten Käufer ausgeliefert werden.
Bild: Tesla
Umso mehr stört es den Roadster-Käufer, dass er nach wohl elf Jahren Wartezeit und bereits 250.000 gezahlten US-Dollar nicht die Topversion des Modells bekommt. Diese soll unter dem Namen "Rocket" erscheinen und nur auf Einladung von Tesla erhältlich sein.
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